Quelle: https://www.dwi.gov.uk/lead-in-drinking-water/
Blei war früher in der Umwelt weit verbreitet, da es historisch in Benzin, Farbe und Wasserleitungen häufig verwendet wurde. Vor 1970 wurden Bleirohre häufig verwendet, um Immobilien an das Hauptwassernetz anzuschließen. Die Verwendung von Bleirohren ist seitdem verboten; jedoch haben viele ältere Immobilien, die nicht modernisiert wurden, wahrscheinlich Bleirohre unter der Erde und/oder im Gebäude.
Gelegentlich kommt Blei natürlich im Grundwasser vor, dies ist jedoch in Großbritannien selten und Blei ist im Wasser unseres breiteren öffentlichen Wasserversorgungsnetzes nicht vorhanden.
Ist Blei schädlich?
Blei kann sich im Körper anreichern, und es wird empfohlen, die Bleiexposition so weit wie möglich zu minimieren. Besonders gefährdet sind Säuglinge (einschließlich ungeborener Babys) und Kinder, da Blei einen nachteiligen Einfluss auf die geistige Entwicklung haben kann. Blei kann auch ein Faktor bei Verhaltensproblemen sein. Bei Erwachsenen kann es die Nieren-, Herz- und Kreislaufgesundheit beeinträchtigen.
Woher weiß ich, ob Bleirohre in meinem Haus sind?
Wenn Ihr Haus gebaut wurde:
vor 1970 – kann es Bleirohre haben
nach 1970 – ist es unwahrscheinlich, Bleirohre zu haben
Wenn Sie unsicher sind, können Sie eine einfache Überprüfung vornehmen:
Suchen Sie Ihren internen Absperrhahn, wo das Wasser zuerst in die Immobilie gelangt. Dieser kann sich in oder hinter den Schränken in Ihrer Küche oder einer Toilette im Erdgeschoss befinden. Unlackierte Bleirohre erscheinen mattgrau und haben oft eine geschwollene Verbindung neben dem Hahn. Das Metall ist weich, und wenn es vorsichtig mit einer Münze abgeschabt wird, sehen Sie das glänzende, silberfarbene Metall darunter. Tragen Sie dabei Einweghandschuhe und achten Sie darauf, keinen Staub einzuatmen.
Andere gebräuchliche Rohrmaterialien sind:
l Kupfer – hell, hart und mattbraun
l Eisen – dunkel, sehr hart und kann rosten
l Kunststoff – typischerweise blau, aber wenn älter, kann er grau oder schwarz sein.
Wie gelangt Blei ins Trinkwasser?
Blei aus der Rohrleitung kann sich ins Wasser lösen, während es im Rohr steht. Wenn Sie also Bleirohre haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Blei in Ihrem Trinkwasser befindet. Die Bleikonzentration kann von folgenden Faktoren abhängen:
Wie lange das Wasser im Rohr gestanden hat
Der Zustand der Bleirohre
Die Wassertemperatur; im Sommer und Herbst löst sich mehr Blei
Wasserhärte: härteres Wasser neigt dazu, eine schützende Schicht auf der Rohroberfläche zu bilden, was die Bleikonzentration im Wasser reduzieren kann.
Wo ein Bleirisiko besteht, behandeln Wasserversorger das Wasser mit Orthophosphat, um das Problem erheblich zu reduzieren. Dennoch können sich Bleipartikel in diesen älteren Rohren ansammeln und zeitweise im Leitungswasser auftreten.
Eine weniger häufige Ursache für Blei im Trinkwasser ist die illegale Verwendung von bleihaltigem Lot zum Verbinden von Kupferrohrabschnitten. Bleilot ist immer noch für den Einsatz in geschlossenen Zentralheizungssystemen erlaubt, und gelegentlich kommt es zu Fehlern, bei denen unqualifizierte Installateure oder Hausbesitzer Bleilot an Trinkwasserleitungen verwenden. Auch ältere Messingarmaturen können eine Bleiquelle sein.
Das Stören oder Bearbeiten von Bleirohren kann die Bleikonzentration im Trinkwasser vorübergehend erhöhen. Spülen Sie den Wasserhahn nach Arbeiten an einem Bleirohr mindestens 10 Minuten lang gut durch.
Aus all diesen Gründen kann Blei im Trinkwasser an einer bestimmten Immobilie vorhanden sein, und wenn ja, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um dies so weit wie möglich zu reduzieren.
Wie reduziere ich die Bleikonzentration in meinem Trinkwasser?
Für Trink- und Kochzwecke lassen Sie den Wasserhahn laufen, um stehendes Wasser aus der Rohrleitung zu entfernen, z. B. über Nacht. Eine volle Spülschüssel reicht normalerweise aus, um das Rohr von stehendem Wasser zu befreien, obwohl Sie bei einer langen Versorgungsleitung den Wasserhahn länger laufen lassen müssen. Prüfen Sie, ob Sie bemerken, dass die Wassertemperatur sinkt, wenn das Leitungswasser durchkommt (halten Sie den Wasserhahn über Ihre Finger, und Sie sollten die Temperaturänderung bemerken, wenn frisches Leitungswasser ankommt). Anschließend können Sie den Küchenhahn wie gewohnt verwenden.
Diese kurzfristige Maßnahme schützt Sie und Ihre Familie, aber wenn Bleirohre oder eine andere Bleiquelle vorhanden sind, sollten diese so schnell wie möglich ersetzt werden.
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Wie finde ich heraus, ob Blei in meinem Trinkwasser ist?
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Haus Bleirohre hat, können Sie Ihren Wasserversorger bitten, das Wasser an Ihrem Küchenhahn zu testen. Wenn der Wasserversorger dies untersucht und Bleirohre oder eine andere Bleiquelle im Sanitärsystem findet, sollte er Ihnen schriftliche Ratschläge geben, was zu tun ist.